Konzerte-Kritiken

Barockorchester der Hochschule Trossingen mit Dorothee Oberlinger: Das Fazit kann nur lauten: Besser geht nicht!

„...Anton Steck hat ein Ensemble zur Verfügung, das durch Qualität besticht – und auch deshalb bestens geeignet ist, den Maestro selbst als Solist in die Höhe des Musikolymps zu erheben. Bestechend auch Dorothee Oberlinger. ...
Schon zu Beginn war klar, dass dieser Abend etwas Besonderes sein würde. Mit dynamischen Schritten und wehender Mähne nahm der Maestro die Bühne in Besitz und dirigierte – ja wie soll man das beschreiben? Man hatte förmlich den Eindruck, dass der Mann am Dirigentenpult mit jeder Faser seines Körpers die Musiker zu immer weiteren Höhenflügen führen würde. .... Und dann sein Spiel auf der Violine. Wobei der Begriff „Spiel“ nicht ganz das trifft, was der Musikprofessor als Solist zu bieten hatte. Das war die ganz hohe Kunst eines begnadeten Musikers....
Kurzum: Es war ein Konzertabend der Superlative.“

(kf Südkurier)

Vivaldi: Die vier Jahreszeiten
Concerto Köln / Anton Steck

Professor und Teufel
Wie die Reinkarnation eines italienischen Teufelsgeigers aus dem 18. Jahrhundert wirkt der Professor für Barockvioline an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen da. Steck wirbelt nicht nur wild mit dem Bogen über die Saiten, sondern sein ganzer schmaler Körper biegt sich, und seine langen schwarzen Haare fliegen durch die Luft.

Doch Steck kann nicht nur schnell. Im „Herbst“ etwa scheint die Zeit stillzustehen, wenn er mit meditativer Ruhe fahle Klangfarben zaubert. Dann wieder geigt er mit den Stimmführern des Orchesters um die Wette, sodass es wie fröhliches Vogelgezwitscher klingt. Besonders virtuos gelingt der Eröffnungssatz im „Sommer“, in dessen Tonkaskaden Steck in tollkühnem Tempo die Kuckucksterzen hervorhebt.“

Martina Binnig, Osnabrück

Pisendel / Vivaldi Violinkonzerte - Musikfestspiele Potsdam Sanssouci
Modo Antiquo Florenz, Ltg. Federico Sardelli

Die Solopartien wurden dem deutschen Barockgeigen-Spezialisten Anton Steck übertragen, der auf seinem 1652 von Jacobus Stainer gebauten Instrument Gestaltungswillen bis in die höchsten Lagen bewies und dem die geforderten Staccato- und Spiccato-Techniken offenbar zur zweiten Natur geworden sind.
Die mal heitere, mal liebende, mal zornige Mühelosigkeit, mit der hier musiziert wurde, machten auch den Allegro-Satz eines a-Moll-Violinkonzertes des Dresdner Vivaldi-Schülers Johann Georg Pisendel und dessen D-Dur-Konzert zum Hörerlebnis mit Nachhalleffekt. ... Kurzum: fulminant, fabelhaft, furios.

(Von Antje Rößler und Frank Kallensee, Potsdam)

Capriccio Basel, Ltg. Matthew Halls / Anton Steck

Im Hintergrund wartet Solist Anton Steck auf seinen Auftritt. Hoch gewachsen, sehr schlank, mit langer dunkler Künstlermähne und markanten Gesichtszügen, hat der Geiger aus Köln ein bisschen was von Paganini. Steck ist der ideale Interpret, um dem erstaunlichen Violinkonzert des Beethoven-Zeitgenossen zu gebührender Wirkung zu verhelfen. Sehr virtuos in der Violingestik, mit Geschmeidigkeit und sprechendem Ton legt er sich in den Kopfsatz, den Mittelsatz nimmt er kantabel und im Schlusssatz reißt er mit rhythmisch gespannter Leichtigkeit und tänzerischer Verve mit.

(Badische Zeitung, Roswitha Frey)

Marieke Spaans / Anton Steck
Kammermusiksaal Havelschlösschen Potsdam

Und als Anton Steck das letzte Mal den bogen über seine Jacobus Stainer Violine gestrichen hatte, Marieke Spaans ihre Hände von der Tastatur des Cembalos nahm, war der Kopf des Zuhörers überschwemmt von Bildern. Satt und glücklich lehnte man sich zurück, denn was die beiden Barockspezialisten gezeigt hatten, war mit jedem Ton volle Kraft, Lust und farbenfrohe und oft auch überschäumende Spielfreude.

(Potsdamer Neueste Nachrichten, Dirk Becker)

Marieke Spaans / Anton Steck
Konzert in Walldorf - Mozart, Linley, Haydn

Schnelle Läufe über alle Saiten, schwierige Doppelgriffe, extrem hohe Lagen und weitere hohe spieltechnische Anforderungen verlangen eine virtuose Beherrschung des Instruments. Steck meisterte all dies mit spielerischer Leichtigkeit, Brillanz und großem Ausdrucksvermögen. Kein Wunder, dass er von der Kritik zuweilen als „Reinkarnation des italienischen Teufelsgeigers Paganini“ bezeichnet wird.

(Badische Neueste Nachrichten, Carmen Diemer-Stachel)

Marieke Spaans / Anton Steck
Konzert Münster (Erbdrostenhof) - Schubert, Mozart, Beethoven, Paganini

Aha-Effekte am laufenden Band
Oft entlockten Spaans und Steck den Wiener Klassikern eine Süße, die staunen machte. Kein Historismus der raubauzigen Art. Das lag besonders am sensiblen, teils hauchzarten Strich von Anton Steck, der seiner Barockvioline (Alessandro Gagliano 1701) ein wenig Vibrato nicht versagen wollte. So kommt man der Seele eines Andantes von Mozart (Sonate KV 526) ganz nah. Und spritzige Läufe schüttelt dies bestens eingespielte Musiker-Duo aus dem Handgelenk. ... Schnurstracks stürzt sich Anton Steck ins Getümmel - „als Paganini“. Mit schwarzem Bart und wehender Mähne kommt er dem legendären „Teufelsgeiger“ optisch wirklich nah. Um kaltes Virtuosentum geht es ihm bei dessen A-Dur-Sonate aber ausdrücklich nicht. Die Pizzicati fetzen trotzdem übers Griffbrett, da schnellt der Beifallspegel natürlich noch höher.
Als Finale erklingt Beethovens „Frühlingssonate“, die man so frisch und unverbraucht selten hört. Historisch? Modern? Einfach gut!

(Arndt Zinkant, Münster)

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